Mandanteninformationen

In regelmäßigen Abständen informiere ich Sie in der INFOBOX über interessante Neuigkeiten aus Gesetzgebung, Rechtsprechung und Verwaltung. Mit den HEADLINES biete ich Ihnen u.a. das RSS-Angebot von DATEV an. Dies sorgt dafür, dass Ihnen keine wichtige Meldung mehr entgeht. Im Bereich "INFO-VIDEOS" erhalten Sie kostenlos eine kurzweilige, klare und verständliche Informationen über die aktuellen Steuer-Fragen. "BELLA DIGITALIA" gibt Ihnen einen kurzen Einblick in die Möglichkeiten der digitalen Zusammenarbeit mit meiner Kanzlei.

 

Mit Krankenkassenbeiträgen Steuern sparen

01.12.2019

Das Jahr neigt sich dem Ende und so mancher fragt sich ob er noch etwas tun kann oder sollte, um die Einkommensteuerlast zu minimieren. Eine Möglichkeit, Gelder nahezu risikolos, aber renditestark anzulegen bietet der Fiskus, indem er Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge, die der Basisabsicherung in den Folgejahren dienen, bereits im aktuellen Jahr als Sonderausgaben steuermindernd anerkennt. Dies ist besonders für Selbständige interessant, die entweder privat oder in einer der gesetzlichen Krankenkassen freiwillig versichert sind. Sie haben die Möglichkeit zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Jahresbeitrag zur Basiskranken- und Pflegeversicherung bis zum 2,5-fachen der Jahresbeiträge für kommende Jahre im Voraus zu zahlen. Damit können im aktuellen Jahr erheblich Steuern gespart werden. In den Folgejahren fallen dann zwar keine Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge mehr an. Die Gestaltung ist aber dennoch sinnvoll, denn in vielen Fällen verdrängen die unbeschränkt abziehbaren Jahresbeiträge zur Basisabsicherung bei der Kranken- und Pflegeversicherung die übrigen Vorsorgeaufwendungen, wie z.B. Haftpflicht- oder Unfallversicherungen. Wenn jedoch in Absprache mit der Krankenkasse Beiträge für Folgejahre bereits im aktuellen Jahr geleistet werden, so wird in den Folgejahren Platz für die Berücksichtigung von Haftpflichtversicherungen und Co. geschaffen.

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Sonderausgabenabzug ohne Beitragsvorauszahlung
Ein lediger Unternehmer ist privat krankenversichert. Seine Beitragszahlungen zur Basiskranken- und Pflegeversicherung ohne Krankengeld betragen jährlich 3.500 Euro. Daneben zahlt er jährlich noch Beiträge für eine private Unfallversicherung und eine private Haftpflichtversicherung jeweils 250 Euro und für eine Lebensversicherung (erste Beitragszahlung vor dem 1. Januar 2005) 4.200 Euro.

Beitrag zur Basiskranken-/Pflegeversicherung

3.500 €

Sonstige Vorsorgeaufwendungen
- Kapitallebensversicherung (88 %)
- Haftpflichtversicherung
- Unfallversicherung


3.696 €
250 €
250 €

Summe

7.696 €

Höchstbetrag

2.800 €

Abziehbar mindestens Basiskrankenversicherung

3.500 €

Als Unternehmer erhält er keine steuerfreien Zuschüsse, so dass er 2.800 Euro, mindestens aber die Beiträge zur Basiskranken- und Pflegeversicherung in der Einkommensteuererklärung ansetzen kann. Mit der Basiskrankenversicherung wird der Höchstbetrag von 2.800 Euro bereits überschritten. Damit bleiben jedes Jahr sonstige Vorsorgeaufwendungen von fast 4.200 Euro steuerlich unberücksichtigt.

Sonderausgabenabzug mit Beitragsvorauszahlung
Werden hingegen im Jahr 2019 zusätzlich zum Krankenversicherungsbeitrag von 3.500 Euro noch Vorauszahlungen für die Folgejahre in Höhe des zweieinhalbfachen Jahresbeitrages zur Basiskranken- und Basispflegeversicherung 2019 geleistet (zusätzlich also 8.750 Euro), sind in den Jahren 2020 und 2021 keine Beiträge bzw. für 2022 nur der halbe Beitrag von 1.750 Euro zu zahlen.

Bei den steuerlich abzugsfähigen Vorsorgeaufwendungen ergibt sich dann ein wesentlich günstigeres Bild:

2019

2020

2021

2022


"laufender Jahresbeitrag" zur Basiskrankenversicherung
zzgl. Vorauszahlungen (2,5 x 3.500 €)


3.500 €
+ 8.750 €
= 12.250 €


0 €
0 €


0 €
0 €


1.750 €
0 €

Sonstige Vorsorgeaufwendungen
- Kapitallebensversicherung (88 %)
- Haftpflichtversicherung
- Unfallversicherung


3.696 €
250 €
250 €


3.696 €
250 €
250 €


3.696 €
250 €
250 €


3.696 €
250 €
250 €

Summe

16.446 €

4.196 €

4.196 €

5.946 €

Höchstbetrag

2.800 €

2.800 €

2.800 €

2.800 €

Mindestens jedoch Basiskrankenversicherung

12.250 €

0 €

0 €

0 €

abzugsfähige Sonderausgaben gesamt

12.250 €

2.800 €

2.800 €

2.800 €

Somit sind insgesamt in den Jahren 2019 bis 2022 Sonderausgaben in Höhe von 20.650 Euro steuerlich abzugsfähig (in 2019: 12.250 Euro; in 2020, 2021 und 2022 je 2.800 Euro).

Ohne die Vorauszahlungen wären lediglich 14.000 Euro (4 × 3.500 Euro) steuerlich abzugsfähig gewesen; also 6.650 Euro weniger. Bei einem Spitzensteuersatz von 42 % werden durch die Vorauszahlung über alle drei Jahre Steuern von fast 2.950 Euro gespart. Dies entspricht einer Gesamtrendite von fast 34 Prozent (Steuerersparnis 2.950 Euro / Vorauszahlungsbetrag 8.750 Euro).

Tipp: Mit dem Jahressteuergesetz 2019 plant die Bundesregierung die Anhebung der Vorauszahlungshöchstgrenze auf den dreifachen Jahresbeitrag zur Basiskranken- und Pflegeversicherung.

Sonderreglung für Sonderausgabenabzug zur Beitragsminderung im Alter soll abgeschafft werden
Beiträge, die der zeitlich unbefristeten Beitragsminderung nach Vollendung des 62. Lebensjahres dienen, können derzeit im Jahr der Zahlung unbegrenzt als Sonderausgaben abgezogen werden. Damit ist es möglich, Vorsorgeaufwendungen in Jahre mit höheren Einkünften vorzuziehen und in diesen steuermindernd zu berücksichtigen. Diese Sonderregelung, insbesondere für Beitragsentlastungstarife mit Einmalzahlung, will der Gesetzgeber ab 2020 abschaffen. Beitragsvorauszahlungen sind damit – einschließlich der Zahlungen zur Beitragsstabilisierung im Alter - künftig nur noch bis zum Dreifachen des aktuellen Jahresbeitrags im Jahr der Zahlung als Sonderausgaben abziehbar. Darüber liegende Vorauszahlungsbeiträge können erst in dem Jahr berücksichtigt werden, für das sie geleistet werden.

Hinweis: Beitragszahlungen zur Beitragsstabilisierung im Alter können somit voraussichtlich letztmalig 2019 unbegrenzt als Sonderausgaben abgezogen werden. Wer dieses Gestaltungsmodell für sich interessant findet, sollte sich also beeilen und mit seiner Krankenkasse sprechen.

(Stand: 01.12.2019)

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Alle Jahre wieder...

18.11.2019

Viele Unternehmen lassen das Jahresende mit einer festlichen Weihnachtsfeier ausklingen. Gut, dass bis zu zwei Betriebsveranstaltungen pro Jahr für Mitarbeiter steuer- und sozialversicherungsfrei ausgerichtet werden können. Dies gilt, soweit die Kosten für die Feierlichkeiten den Betrag von 110 € je Betriebsveranstaltung und teilnehmenden Arbeitnehmer nicht übersteigen. Es handelt sich hierbei um einen Freibetrag. Wird die Wertgrenze überschritten, muss folglich nur der übersteigende Betrag versteuert werden. Darüber hinaus ist Folgendes zu beachten:

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- Eine Betriebsveranstaltung liegt vor, wenn es sich um eine Veranstaltung aufbetrieblicher Ebene mit gesellschaftlichem Charakter handelt, z. B. Betriebsausflüge oder Weihnachtsfeiern.

- Die Veranstaltung muss allen Angehörigen des Betriebs, eines Teilbetriebs oder einer in sich geschlossenen betrieblichen Organisationseinheit (z. B.einer Abteilung) zugänglich sein.

- Zuwendungen im Rahmen einer Betriebsveranstaltung sind alle Aufwendungen des Arbeitgebers inklusive Umsatzsteuer. Es spielt keine Rolle, ob die Aufwendungen einzelnen Arbeitnehmern individuell zurechenbar sind oder es sich um einen rechnerischen Anteil an den Kosten der Betriebsveranstaltung handelt, die der Arbeitgeber gegenüber Dritten für den äußeren Rahmen der Betriebsveranstaltung aufwendet (z. B. Raummieten oder Kosten für einen Eventplaner; auch Kosten für Begleitpersonen des Mitarbeiters müssen berücksichtigt werden).

- Soweit solche Zuwendungen den Betrag von 110 € je Betriebsveranstaltung und teilnehmenden Arbeitnehmer nicht übersteigen, bleiben sie beim Arbeitnehmer steuerlich unberücksichtigt.

- Übersteigen die Kosten je Betriebsveranstaltung den Freibetrag von 110 € und/oder nimmt ein Arbeitnehmer an mehr als zwei Betriebsveranstaltungen teil, sind die insoweit anfallenden zusätzlichen Kosten steuerpflichtig.

Der Arbeitgeber kann diesen Arbeitslohn pauschal mit 25 % versteuern. Voraussetzung hierfür ist, dass die Veranstaltung allen Arbeitnehmern offensteht. Etwaige Geldgeschenke, die zwar im Rahmen einer Betriebsveranstaltung gemacht werden, aber kein zweckgebundenes Zehrgeld sind, unterliegen nicht der Pauschalierungsmöglichkeit.

Hinweis
Nach einem Urteil des Finanzgerichts Köln gehen Absagen zur Weihnachtsfeier steuerlich nicht zulasten der feiernden Kollegen.
Das abschließende Urteil des Bundesfinanzhofs steht noch aus.

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Mietvertrag zwischen Lebensgefährten steuerlich nicht anzuerkennen

01.10.2019

Ein Mietvertrag zwischen Lebensgefährten über die hälftige Nutzung der gemeinsam bewohnten Wohnung hält einem Fremdvergleich nicht stand und ist steuerlich nicht anzuerkennen. So sieht es jedenfalls das Finanzgericht Baden-Württemberg.

 

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Die Eigentümerin einer Immobilie mit mehreren Wohnungen nutzte die im Obergeschoss befindliche Wohnung gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten. Dieser überwies monatlich einen als Miete bezeichneten Betrag. Aus einer schriftlichen Vereinbarung ergab sich, dass die Mitbenutzung der Wohnung mit einem festen Betrag inklusive Nebenkosten zu vergüten sei. Aus der Vermietung dieser Wohnung erklärte die Überlassende einen Verlust, den das Finanzamt nicht berücksichtigte. Das Finanzgericht hat sich dieser Meinung angeschlossen und festgestellt, dass das Mietverhältnis keinem Fremdvergleich standhalte und somit steuerlich nicht anzuerkennen sei. Solche Mieteinnahmen seien als nicht zu berücksichtigende Beiträge zur gemeinsamen Haushaltsführung anzusehen. Somit seien auch die damit im Zusammenhang stehenden Aufwendungen für eine solche Wohnung nicht abzugsfähig.

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Umsatzsteuerliche Behandlung einer vermieteten Zahnarztpraxis

01.09.2019

Eine GmbH vermietete ein Gebäude zum Betrieb einer Zahnarztpraxis an eine Ärztegemeinschaft. In dem
Mietvertrag vereinbarten die Parteien, dass neben der Gebrauchsüberlassung der Räumlichkeiten insbesondere
bewegliche Wirtschaftsgüter mit überlassen werden, die für eine funktionsfähige Zahnarztpraxis erforderlich sind.
Die GmbH war der Ansicht, dass dies eine umsatzsteuerfreie Vermietungsleistung darstelle. Das Finanzamt
widersprach.

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Das Finanzgericht München gab dem Finanzamt Recht. Die GmbH hatte die Räumlichkeiten sowie die
Ausstattung für die funktionsfähige Zahnarztpraxis durch einen einheitlichen Vertrag überlassen. Dieser sah keine
Aufteilung des zu zahlenden Entgelts für die Überlassung der Räumlichkeiten sowie der Praxisausstattung vor. Das
Finanzgericht kam daher im Streitfall zu dem Ergebnis, dass es sich bei der Überlassung des Inventars nicht um
eine bloße Nebenleistung zur Raumüberlassung handelt, da die Überlassung der voll funktionsfähigen Praxisausstattung für die Beteiligten bedeutender ist als die reine Raumüberlassung.

Es handelt sich im Ergebnis um
eine eigenständige und einheitliche Leistung besonderer Art. Diese ist dem umsatzsteuerlichen Regelsteuersatz
zu unterwerfen.

FG München, Urt. v. 27.02.2019, 3 K 1976/17, (rkr.), EFG 2019, S. 1036

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Leasing oder Kauf: Die richtige Entscheidung ohne finanzielle Reue

14.08.2019

Mit Leasing können Sie Ihr Budget schonen und Steuern sparen. Aber Leasingverträge können auch teure Fallen enthalten. Sehen Sie in dem neuen Video, was Sie vor der Entscheidung für Leasing bedenken sollten.

Mit einem Klick zu den Info-Videos

Stipendiumsleistungen mindern nur teilweise die abziehbaren Ausbildungskosten

01. 07.2019

Aufwendungen für die erstmalige Berufsausbildung oder für ein Erststudium sind, sofern kein Ausbildungsdienstverhältnis vorliegt, bis zu 6.000 € je Kalenderjahr als Ausbildungskosten (Sonderausgaben) abzugsfähig.
Dagegen sind Aufwendungen für Aufbau- und Zweitstudiengänge in voller Höhe als Werbungskosten zu berücksichtigen. Wirken sich die Aufwendungen im Jahr der Verausgabung, z. B. wegen fehlender Einnahmen, nicht aus, sind sie vortragsfähig. Die steuermindernde Auswirkung ergibt sich dann in den Folgejahren.

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Das Finanzgericht Köln hatte darüber zu entscheiden, ob und wie Stipendiumszahlungen zu berücksichtigen sind. Im Urteilsfall erhielt ein Student für seine Zweitausbildung ein Aufstiegsstipendium in Höhe von 750 € monatlich. Das Finanzamt zog diese bezogenen Leistungen in voller Höhe von den vom Studenten erklärten vorweggenommen Werbungskosten (Studienkosten) ab.

Das Gericht kürzte nur die für die Bildungsaufwendungen erhaltenen anteiligen Leistungen. Gelder aus dem Stipendium, die dazu bestimmt sind, den allgemeinen Lebensunterhalt des Stipendiaten zu bestreiten, mindern demnach nicht die Werbungskosten für die Zweitausbildung.

Die nicht auf die Werbungskosten anzurechnenden Beträge (im entschiedenen Fall 70 % der monatlichen 750 €) ermittelte das Gericht anhand der allgemeinen Lebenshaltungskosten eines Studenten.

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Ferienjobs sind für Schüler sozialversicherungsfrei

18.06.2019
Wer in der Ferienzeit Schüler als Aushilfen einstellt, kann Abgaben sparen, denn Ferienjobs sind unter bestimmten Voraussetzungen regelmäßig von der Sozialversicherung befreit.

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Schüler können in den Ferien im Rahmen eines zeitlich geringfügigen - d. h. kurzfristigen - Beschäftigungsverhältnisses unbegrenzt Geld verdienen, ohne sozialversicherungspflichtig zu werden. Voraussetzung dafür ist, dass die Dauer des Ferienjobs bei einer Arbeitswoche von mindestens fünf Tagen höchstens drei Monate beträgt. Bei einer Arbeitswoche unter fünf Tagen dürfen gesamt 70 Arbeitstage nicht überschritten werden.
Eine geringfügige Beschäftigung liegt jedoch nicht mehr vor, wenn diese berufsmäßig ausgeübt wird und das Arbeitsentgelt 450 € im Monat
übersteigt. Wird die Beschäftigung in einem Kalenderjahr über diesen kurzen Zeitraum hinaus fortgesetzt und ein Arbeitsentgelt von bis zu 450 € im Monat gezahlt, sind die Vorschriften für die sog. Minijobs anzuwenden.

Beispiel
Schüler Paul arbeitet erstmals in den Sommerferien vom 20. Juni bis 2. August 2019 montags bis freitags in einer Firma und erhält dafür ein Entgelt von insgesamt 1.000 €. Es entsteht keine Sozialversicherungspflicht, weil er nicht mehr als drei Monate arbeitet. Am 1. Oktober 2019 vereinbaren sie, dass Paul fortan für monatlich 450 € weiterarbeitet. Ab diesem Tag hat der Arbeitgeber pauschale Sozialversicherungsabgaben, Pauschalsteuer und Umlagen an die Minijob-Zentrale der Bundesknappschaft zu entrichten. Außerdem wird ein Arbeitnehmeranteil zur Rentenversicherung einbehalten, sofern Paul keine Befreiung von der Rentenversicherungspfl icht beantragt.

Hinweis
Die sozialversicherungsrechtlichen Zeitgrenzen für kurzfristige Beschäftigungen (drei Monate oder 70 Arbeitstage) gelten nun auch über den 31. Dezember 2018 hinausdauerhaft.

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Juristen schätzen, dass 90 Prozent aller Testamente unwirksam sind.

Damit Ihre Unternehmensnachfolge und die Verteilung Ihres Vermögens in Ihrem Sinne geregelt werden, gibt es einiges zu beachten.

BFH zur doppelten Haushaltsführung: Kosten für Einrichtungsgegenstände voll abziehbar

01.06.2019

Aufwendungen für Einrichtungsgegenstände und Hausrat für eine im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung genutzten Wohnung fallen nicht unter die Höchstbetragsbegrenzung von 1.000 Euro und sind daher grundsätzlich in vollem Umfang als Werbungskosten abziehbar. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 4. April 2019 VI R 18/17 zu § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 des Einkommensteuergesetzes (EStG) entgegen der Auffassung der Finanzverwaltung entschieden.

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Im Streitfall hatte der Kläger eine beruflich veranlasste doppelte Haushaltsführung begründet. Aufwendungen für die Miete nebst Nebenkosten sowie Anschaffungskosten für die Einrichtung machte er als Werbungskosten geltend. Das Finanzamt erkannte die Aufwendungen nur in Höhe von 1.000 Euro je Monat an, da die Abzugsfähigkeit der Kosten für die Unterkunft nach der Neufassung des § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 EStG ab dem Veranlagungszeitraum 2004 auf diesen Höchstbetrag begrenzt sei. Dem widersprach das Finanzgericht (FG). Die Kosten der Einrichtung (Absetzung für Abnutzung auf angeschaffte Einrichtungsgegenstände und Aufwendungen für geringwertige Wirtschaftsgüter) seien keine Kosten der Unterkunft und seien daher nicht mit dem Höchstbetrag abgegolten. Da die übrigen Kosten den Höchstbetrag nicht überschritten hätten, seien die Aufwendungen in voller Höhe abzugsfähig.

Der BFH bestätigte die FG-Entscheidung. Gemäß § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 EStG sind nur die Kosten der Unterkunft auf den Höchstabzugsbetrag von 1.000 Euro gedeckelt. Davon sind aber Aufwendungen für Haushaltsartikel und Einrichtungsgegenstände nicht umfasst, da diese nur für deren Nutzung und nicht für die Nutzung der Unterkunft getätigt werden. Die Nutzung der Einrichtungsgegenstände ist nicht mit der Nutzung der Unterkunft als solcher gleichzusetzen. Derartige Aufwendungen sind daher - soweit sie notwendig sind - ohne Begrenzung der Höhe nach abzugsfähig.

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Ab 1.05.2019 Mehr Zeit für die Steuererklärung

01.05.2019

Wer eine private Steuererklärung abgeben muss, hat ab sofort zwei Monate mehr Zeit: Für die Steuererklärung 2018 ist der 31. Juli 2019 neuer Abgabeschluss. Bislang musste die Steuererklärung bis zum 31. Mai beim Finanzamt vorliegen.

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Auch für die von Steuerberatern erstellten Steuererklärungen hat sich die Frist verlängert: Steuerpflichtige müssen diese zukünftig erst bis zum 28. Februar des Zweitfolgejahres einreichen. Für die Steuererklärung 2018 gilt der 29. Februar 2020 als Stichtag.

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Vorsteuerabzug aus Anschaffungskosten für einen Ferrari bzw. Lamborghini Aventador

01.04.2019

Eine Gesellschaft befasste sich mit der Projektentwicklung zur Energieerzeugung aus regenerativen Quellen. Zur Teilnahme an sog. „Netzwerktreffen" und um dort Verbindungen zu potenziellen Geschäftspartnern aufzubauen, erwarb die Gesellschaft im Mai 2012 einen gebrauchten Pkw des Typs Ferrari California zum Bruttokaufpreis von 182.900 €. Nach Ansicht des Finanzamts handelte es sich bei den Anschaffungskosten für den Ferrari um nicht abziehbaren Repräsentationsaufwand. Es kürzte den Vorsteuerabzug 2012 um die Umsatzsteuer auf den Kaufpreis für den Ferrari. Dem widersprach das Finanzgericht Hamburg.

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Zwar sei beim Erwerb eines Luxussportwagens grundsätzlich von einem privaten Affektionswert für seinen Nutzer auszugehen. Das Gericht war im Ergebnis jedoch davon überzeugt, dass die Anschaffung des Ferrari im entschiedenen Fall zur Eröffnung substanzieller Geschäftschancen geführt habe und nicht unangemessen war. Es ließ daher den Vorsteuerabzug zu. Hinweis: In einem anderen Verfahren versagte das Finanzgericht Hamburg den Vorsteuerabzug aus der Anschaffung eines gebrauchten Lamborghini Aventador (Bruttokaufpreis 298.500 €) durch ein Gebäudereinigungsunternehmen. Der Unterhalt eines derartigen Fahrzeugs diene ähnlichen Zwecken wie Aufwendungen für Jagden, Segel- oder Motorjachten, weil er seiner Art nach geeignet sei, unangemessenen Repräsentationsaufwand darzustellen.

Gerne informiere ich Sie über Ihre Möglichkeiten!

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Fehlende Steuerbescheinigung über die Ausschüttung aus der Kapitalrücklage führt zur Verwendungsfestschreibung auf 0 €

01.03.2019
Schüttet eine Kapitalgesellschaft Beträge aus dem steuerlichen Einlagekonto aus, muss sie keine Kapitalertragsteuer einbehalten und an das Finanzamt abführen.

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Die Gesellschaft muss die Ausschüttung aus dem steuerlichen Einlagekonto nach amtlichem Muster dem Anteilseigner bescheinigen. Liegt diese Steuerbescheinigung nicht bis zum Tag der Bekanntgabe der erstmaligen Feststellung des steuerlichen Einlagekontos zum Schluss des Wirtschaftsjahrs, in dem die Ausschüttung erfolgt ist, vor, gilt der Betrag der Einlagenrückgewähr als mit 0 € bescheinigt.

Die Ausschüttung ist in der Folge steuerpflichtig, da sie als nicht aus dem steuerlichen Einlagekonto erfolgt gilt. Eine Korrektur ist ausgeschlossen. Diese gesetzlich angeordneten Rechtsfolgen sind verfassungsgemäß.

(Quelle: Urteil des Bundesfinanzhofs BFH,Beschl.v.11.07.2018,IR30/16,BFH/NV2019,S.171)

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Job-Ticket ab 2019 steuerfrei

01.02.2019
Arbeitgeber können ihren Mitarbeitern ab 2019 den Weg zur Arbeit steuerlich schmackhaft machen. Zuschüsse und Sachbezüge für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel im Linienverkehr, etwa mittels Job-Ticket, sind seit Jahresbeginn von der Steuer befreit. Die Steuerbefreiung umfasst auch private Fahrten im öffentlichen Personennahverkehr. Ziel ist es, die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel attraktiver zu gestalten und mittelbar auch Umwelt- und Verkehrsbelastungen zu senken.

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Die Steuerbefreiung gilt jedoch nur, wenn Arbeitgeber die Leistung zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbringen. Sie gilt daher nicht für Arbeitgeberleistungen, die durch Umwandlung des ohnehin geschuldeten Arbeitslohns finanziert werden.
Für Arbeitgeber hat das den Vorteil, dass sie das Job-Ticket nicht mehr in die monatliche 44-€ Freigrenze für ihre Mitarbeiter einbeziehen müssen. Auch eine etwaige pauschale Besteuerung fällt weg.
Hinweis: Arbeitnehmer sollten wissen, dass die steuerfreie Leistung im Rahmen ihrer Einkommensteuererklärung auf die Entfernungspauschale angerechnet wird. Ihr Werbungskostenabzug mindert sich ggf. entsprechend.

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Neues zum Jahreswechsel 2018->2019

02.01.2019
Ohne Anspruch auf Vollständigkeit möchte diese Auflistung wichtiger Änderungen in 2019 aufzeigen. Wenn Sie wissen möchten, welche Auswirkungen diese auf die Gestaltung Ihrer Steuererklärung haben könnten, so berät Sie die Kanzlei sehr gerne. Rufen Sie mich an oder vereinbaren gleich einen Termin,

Gesetzlicher Mindestlohn wird angehoben
In den nächsten zwei Jahren steigt der Mindestlohn stufenweise. Zum 1. Januar 2019 gibt es eine Erhöhung um 42 Cent auf 9,19 Euro pro Stunde. Im Jahr darauf steigt er noch einmal um 16 Cent auf insgesamt 9,35 Euro pro Stunde. Da der Mindestlohn auch für Minijobber gilt, müssen diese gegebenenfalls ihre Arbeitszeit anpassen, damit die Grenze von 450 Euro nicht überschritten wird.

Gesetz zur Brückenzeit kommt
Ab 1. Januar 2019 haben Arbeitnehmer, die ihre Arbeitszeit für eine bestimmte Zeit verkürzen wollen, ein gesetzliches Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit. Damit soll verhindert werden, dass ihnen später Nachteile, etwa bei der Rentenzahlung, entstehen. Das sogenannte Gesetz zur Brückenteilzeit greift allerdings nur in Unternehmen mit mehr als 45 Beschäftigten. Die zeitlich begrenzte Teilzeitarbeit muss mindestens ein Jahr und darf höchstens fünf Jahre betragen.

Abgabefrist für Steuererklärungen wird verlängert

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Bislang galt der 31. Mai als Deadline für die Abgabe der Steuererklärung. Das wird sich künftig ändern. Ab 2019 wird die Frist um zwei Monate verlängert. Arbeitnehmer können sich also bis zum 31. Juli Zeit lassen, um ihre Steuererklärung beim Finanzamt einzureichen. Wer die Steuererklärung über einen Steuerberater machen lässt, hat sogar bis Ende Februar 2020 Zeit.

Arbeitnehmer werden in der Krankenkassenversicherung entlastet
Gute Nachrichten für Arbeitnehmer: Ab 1. Januar 2019 werden die Zusatzbeiträge zur Krankenversicherung wieder hälftig von Arbeitnehmern und Arbeitgebern gezahlt. Bisher mussten die Arbeitnehmer allein für die Zusatzbeiträge aufkommen. Der allgemeine Beitragssatz zur Krankenversicherung von 14,6 Prozent bleibt aber stabil. Insgesamt sollen die Beitragszahler so um rund acht Milliarden Euro entlastet werden.

Beiträge zur Arbeitslosenversicherung sinken
Auch bei der Arbeitslosenversicherung können sich Beschäftigte über eine Beitragssenkung freuen. Die Bundesregierung will Arbeitnehmer 2019 um insgesamt rund sechs Milliarden Euro entlasten. Der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung wird dauerhaft auf 2,6 Prozent gesenkt. Befristet bis zum Jahr 2022 soll der Beitrag sogar um weitere 0,1 Prozentpunkte gesenkt werden, so dass er bei 2,5 Prozent liegen wird.

Mütterrente wird erweitert
Bei der Mütterrente hat die Bundesregierung noch einmal nachgebessert. Zusätzliche Rentenansprüche erhalten alle Mütter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden. Ab 2019 bekommen sie einen halben Rentenpunkt mehr anerkannt und damit insgesamt 2,5 Rentenpunkte und 2,5 Jahre Erziehungszeit. Damit profitieren alle älteren Mütter von der so genannten Mütterrente II.

EU-Kraftstoff-Kennzeichnung kommt
Was heißt eigentlich Diesel oder Benzin auf Spanisch, Französisch oder Schwedisch? Wer das nicht weiß, läuft bei Auslandsreisen schon mal Gefahr, den falschen Kraftstoff zu tanken. Das kann dann ganz schön teuer werden. Um dieses Risiko künftig zu minimieren, hat die Europäische Kommission zum 1. Januar 2019 eine einheitliche EU-Kraftstoff-Kennzeichnung beschlossen.

Erstzulassung von Kfz online möglich
Ab 2019 sollen Autobesitzer in Deutschland auch Erstzulassungen und Ummeldungen von Fahrzeugen bei einem Halterwechsel auf den Portalen der Zulassungsbehörden online erledigen können. Seit 2015 konnten Halter ihre Fahrzeuge bereits online abmelden, seit 2017 ist es auch möglich, diese online wieder anzumelden. Voraussetzung dafür ist allerdings ein neuer Personalausweis mit eingeschalteter Online-Funktion.

Telefonieren in der EU wird günstiger
Ab Mai 2019 sollen Telefongespräche in der EU günstiger werden, so will es das EU-Parlament. Ein Telefonat soll dann nicht mehr als 19 Cent pro Minute kosten dürfen, egal ob es vom Handy oder vom Festnetz-Telefon aus geführt wird. Für SMS an ausländische Nummern sollen maximal sechs Cent fällig werden.

Kindergeld wird erhöht
Im Koalitionsvertrag haben Union und SPD festgelegt, dass Familien künftig stärker entlastet werden sollen. Dazu gehört zum 1. Juli 2019 eine Erhöhung des Kindergeldes um 10 Euro pro Kind. Für das erste und zweite Kind werden dann 204 Euro gezahlt, für das dritte Kind 210 Euro und für jedes weitere Kind 235 Euro.

Kinderfreibeträge steigen
Eine weitere Maßnahme aus dem Familien-Entlastungsgesetz ist die Erhöhung des steuerlichen Kinderfreibetrages. Er wird in zwei gleichen Teilen zum 1. Januar 2019 und zum 1. Januar 2020 um jeweils 192 Euro angehoben. Damit erhöht sich der Kinderfreibetrag für jedes Elternteil auf 2.490 Euro, insgesamt 4.980 Euro, mit Betreuungsfreibetrag von jetzt 7.428 Euro auf dann 7.620 Euro im Jahr 2019 und im Jahr 2020 dann weiter auf 7.812 Euro. Die steuerliche Entlastung durch die Erhöhung des Kinderfreibetrages entspricht damit dem Jahresbetrag der Kindergelderhöhung.

Neues Verpackungsgesetz kommt
Am 1. Januar 2019 tritt das neue Verpackungsgesetz in Kraft. Ziel ist es, mehr Rohstoffe aus Verpackungen, insbesondere Kunststoff, zurückzugewinnen und wiederzuverwerten. Damit sollen die Recyclingquoten weiter gesteigert werden. Für Verbraucher bedeutet das, sie müssen künftig mehr Pfand auf Getränke entrichten, auch auf Einweg-Verpackungen. Einzelhändler sind künftig verpflichtet, deutlicher als bisher darauf hinzuweisen, ob die Getränke in Einweg- oder Mehrwegverpackungen angeboten werden, um so die Kunden zum Kauf von ökologisch wertvolleren Verpackungen anzuhalten. Eine zentrale Stelle ist künftig dafür zuständig, das System zu kontrollieren.

I-TAN-Listen werden abgeschafft
Beim Online-Banking werden die von der Bank verschickten Papierlisten mit TANs zum Herbst abgeschafft. Ab dem 14. September 2019 dürfen sie bei Bankgeschäften nicht mehr verwendet werden, da sie die Sicherheitsanforderungen der EU nicht erfüllen.

Eintragung eines dritten Geschlechts ins Geburtenregister
Ab 2019 ist es möglich, ins Geburtsregister statt männlich oder weiblich auch divers für intersexuelle Menschen eintragen zu lassen.

Schutz von Mietern wird ausgebaut
Mieter sollen künftig besser vor Wuchermieten geschützt werden. Nach Modernisierungen darf der Vermieter die Miete innerhalb von sechs Jahren nur noch um maximal drei Euro pro Quadratmeter erhöhen. Statt elf Prozent können nur noch acht Prozent der Kosten auf die Mieter umgelegt werden. Zudem sind Vermieter verpflichtet, darüber Auskunft zu geben, wieviel Miete der Vormieter gezahlt hat.

Harz-IV-Sätze steigen
Der Regelsatz für Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II steigt für Alleinstehende von 416 Euro auf 424 Euro pro Monat.

Neue Geldscheine kommen
Die Europäische Zentralbank gibt neue 100- und 200-Euro-Scheine heraus. Ab dem 28. Mai 2019 ist es soweit. Mit neuen Sicherheitsmerkmalen ausgestattet sind sie schwieriger zu fälschen, und sie sind kleiner als die aktuellen Scheine.

Beiträge zur Pflegeversicherung steigen
Es herrscht Pflegenotstand: Zu wenig Personal, zu schlechte Bezahlung – die Pflegekassen brauchen dringend mehr Geld. Deshalb wird der Beitragssatz zur Pflegeversicherung zum 1. Januar 2019 um 0,5 Prozentpunkte auf insgesamt 3,05 Prozent erhöht. Hinzu kommt der sogenannte Kinderlosenzuschlag in Höhe von 0,25 Prozentpunkten, den Versicherte ohne Kinder ab dem 23. Lebensjahr alleine zahlen müssen. Kinderlose zahlen also insgesamt einen Beitrag von 3,30 Prozent.

Grundfreibetrag steigt
Der steuerliche Grundfreibetrag wird stufenweise angehoben, im Jahr 2019 von 9.000 Euro auf 9.168 Euro und im Jahr 2020 dann auf 9.408 Euro. Bis zu diesem Betrag müssen alleinstehende Arbeitnehmer keine Einkommensteuer zahlen.

Geringverdiener werden entlastet
Auch geringfügig Beschäftigte können sich 2019 über Verbesserungen freuen. Der Übergangsbereich zwischen Minijob und einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung wird ausgeweitet. Sogenannte Midijobber können dann zwischen 450 Euro und 1.300 Euro verdienen und zahlen dabei reduzierte Sozialversicherungsbeiträge. Bislang mussten sie bereits ab einer Höhe von 850 Euro den vollen Satz entrichten. Gleichzeitig sollen Midijobber die gleichen Rentenansprüche erwerben, als hätten sie den vollen Arbeitnehmeranteil in die Rentenversicherung eingezahlt.

Rentenniveau soll stabil bleiben
Rentner und diejenigen, die es bald werden, können sich ab 2019 über Verbesserungen freuen. Das Rentenpaket enthält viele Neuerungen und eine "doppelte Haltelinie", die besagt, dass trotz Änderung der Rentenformel das Rentenniveau bis zum Jahr 2025 stabil bei 48 Prozent bleiben soll. Gleichzeitig soll sich der Beitragssatz zur Rentenversicherung bis 2025 nicht über 20 Prozent zu erhöhen.

Erwerbsminderungsrente wird erhöht
Die sogenannten Zurechnungszeiten sollen angehoben werden. Menschen, die ihren Beruf gesundheitsbedingt aufgeben müssen und nicht mehr arbeiten können, sollen ab Januar 2019 so viel Geld erhalten, als hätten sie bis zum eigentlichen Renteneintrittsalter gearbeitet und in die Rentenkasse eingezahlt.

LkW-Maut wird teurer
Auf der Grundlage eines aktuellen Wegekostengutachtens hat die Bundesregierung ab 1. Januar 2019 eine Erhöhung der Lkw-Mautsätze auf deutschen Autobahnen und Bundesstraßen beschlossen. Berücksichtigt werden dabei auch die stärkere Straßenbelastung durch schwere Laster, und erstmals spielen auch die Kosten für Lärmbelästigung eine Rolle.

Diesel-Fahrverbote kommen
Für Diesel-Fahrer brechen schwierige Zeiten an. In mehreren Städten drohen 2019 Fahrverbote. So gilt ab Januar 2019 in Stuttgart im gesamten Stadtgebiet ein Fahrverbot für ältere Dieselautos mit Euro 4 abwärts. Zu Jahresbeginn trifft das nur auswärtige Fahrzeuge, ab April sind auch Stuttgarter Diesel-Besitzer davon betroffen. Nach einer Auflistung des ADAC müssen sich weitere Städte auf Fahrverbote einstellen, darunter Berlin, Bonn, Essen und Köln.

Neue Typklassen in der Kfz-Versicherung
Für etwa elf Millionen Autofahrer ändert sich 2019 die Typklasse bei der Kfz-Versicherung. Gut die Hälfte muss mit höheren Beiträgen rechnen, während sich die andere Hälfte durch eine bessere Einstufung auf eine finanzielle Entlastung freuen kann.

Warngeräusche bei Elektrofahrzeugen werden Plicht
Um Fußgänger, Radfahrer, ältere Menschen oder Menschen mit einer Sehbehinderung auf Elektrofahrzeuge aufmerksam zu machen, müssen neu zugelassene Elektro- und Hybridfahrzeuge ab 1. Juli 2019 ein akustisches Signal von sich geben. Laut EU-Verordnung sollen die Fahrzeuge ein Warnsystem mit der Bezeichnung AVAS (Acoustic Vehicle Alerting System) haben, das bis zu einer Geschwindigkeit von 20 km/h automatisch einen Ton erzeugen soll, der sich an dem von Verbrennungsmotoren orientiert. Es soll Beschleunigung und Abbremsen akustisch erkennen lassen und manuell nicht abschaltbar sein.

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AKTUELLES: STEUER | RECHT | WIRTSCHAFT

23.12.2019

Dauerfristverlängerung für Umsatzsteuer 2019 beantragen

Unternehmer sind unter bestimmten Vorauszahlungen verpflichtet, während des laufenden Jahrs Vorauszahlungen auf die Umsatzsteuer zu leisten. Voranmeldungszeitraum für die Umsatzsteuer ist grundsätzlich

 das Kalendervierteljahr oder
 der Kalendermonat,

wenn die Steuer des Jahrs 2018 mehr als 7.500 € betragen hat. Hat die Steuer im Vorjahr nicht mehr als 1.000 € betragen, kann das Finanzamt den Unternehmer von der Verpflichtung zur Abgabe von Voranmeldungen und von der Entrichtung von Vorauszahlungen befreien. Wenn sich im Jahr 2018 ein Vorsteuer-Überschuss von mehr als 7.500 € ergeben hat, kann durch Abgabe der Voranmeldung Januar 2019 bis zum 11.02.2019 statt des Kalendervierteljahrs der monatliche Voranmeldungszeitraum beibehalten werden. Unternehmer, die ihre Umsatzsteuervoranmeldungen monatlich abgeben, können Fristverlängerung für 2019 in Anspruch nehmen, wenn sie bis zum 11.02.2019 einen Antrag beim Finanzamt stellen.

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Die Fristverlängerung ist davon abhängig, dass eine Sondervorauszahlung in Höhe eines Elftels der Summe der Vorauszahlungen für 2018 angemeldet und bis zum 11.02.2019 geleistet wird. Diese Sondervorauszahlung wird auf die am 10.02.2020 fällige Vorauszahlung für Dezember 2019 angerechnet. Dies hat zur Folge, dass die Voranmeldungen und Vorauszahlungen jeweils einen Monat später fällig sind. D. h. die Anmeldungen ab Voranmeldungszeitraum Januar 2019 müssen grundsätzlich erst bis zum 10. des dem Anmeldungszeitpunkt folgenden Monats abgegeben werden. Fällt der 10. auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag, ist der nächste Werktag der Stichtag. Zu beachten ist, dass ein einmal gestellter und genehmigter Antrag so lange gilt, bis der Unternehmer den Antrag zurücknimmt oder das Finanzamt die Fristverlängerung widerruft.
Vierteljahreszahler müssen keine Sondervorauszahlung entrichten.
Auch für sie gilt die für ein Kalenderjahr genehmigte Fristverlängerung für die folgenden Kalenderjahre weiter, wenn sich die Verhältnisse nicht geändert haben. Ein erstmaliger Antrag ist in diesen Fällen bis zum 10.04.2019 zu stellen.
Für Unternehmer, die ihre berufliche oder gewerbliche Tätigkeit neu begründen, ist im Jahr der Aufnahme der Tätigkeit und im folgenden Jahr grundsätzlich der Kalendermonat Voranmeldungszeitraum.

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AKTUELLES: STEUERN | RECHT | WIRTSCHAFT

23.12.2018

Freie Verpflegung als Sachbezug ab 1. Januar 2019

Erhalten Arbeitnehmer als Arbeitsentgelt Sachbezüge in Form von Verpflegung, richtet sich der Wert nach der Sachbezugsverordnung. Die sich daraus ergebenden Werte werden in die Berechnung der Lohnsteuer und der Sozialversicherungsbeiträge einbezogen. Die freie Verpflegung umfasst die Mahlzeiten Frühstück, Mittagessen und Abendessen. Stellt der Arbeitgeber nicht alle Mahlzeiten zur Verfügung, ist der anteilige Sachbezugswert nur für die gewährte Mahlzeit anzusetzen. Für Jugendliche und Auszubildende gibt es keinen Abschlag mehr. Für Familienangehörige sind geringere Werte anzusetzen.

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Ab dem 1. Januar 2019 gelten folgende Werte:

Werte für freie Verpflegung alle Mahlzeiten

Monat: 251,00 €
Kalendertag: 8,37 €

Werte für teilweise Gewährung freier Verpflegung
Monat: Frühstück 53,00 €
Kalendertag: 1,77 €

Mittag- und Abendessen je
Monat: 99,00 €
Kalendertag: 3,30 €

Bei der Gewährung unentgeltlicher oder verbilligter Mahlzeiten im Betrieb sind für sämtliche Arbeitnehmer einheitlich anzusetzen:

 1,77 € für das Frühstück
 3,30 € für Mittag-/Abendessen.

 

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AKTUELLES: STEUERN | RECHT | WIRTSCHAFT

23.11.2018
Neue Beitragsbemessungsgrenzen ab 1. Januar 2019
Ab 1. Januar 2019 gelten voraussichtlich folgende Werte in der Sozialversicherung:

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Die für die Beurteilung der Krankenversicherungspflicht geltenden Jahresarbeitsentgeltgrenzen betragen für die bei einer gesetzlichen Krankenkasse versicherten Arbeitnehmer 60.750 €. Für die bereits am 31. Dezember 2002 in der Privaten Krankenversicherung versicherten Beschäftigten beträgt die Grenze 54.450 €.

 

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AKTUELLES: Neue EU-DATENSCHUTZGRUNDVERORDNUNG

Ab Mai 2018 gelten neue Spielregeln. Bitte schauen sie sich dieses Erklärvideo aus der Praxis und das Erklärvideo für die Umsetzung der neuen Datenschutzgrundverordnug genau an.

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